Klinisch-psychologische Diagnostik

Ich biete strukturierte Abklärung psychischer Symptomatik im Erwachsenenbereich an. Untersucht und nach ICD-10/11 eingeordnet werden Beschwerdebilder, die unter Depression, Angst- und Panikstörungen, Zwangsstörungen, Belastungs- und Anpassungsstörungen, Posttraumatische Belastungsstörung sowie somatoforme Beschwerden fallen. Ergebnis ist ein schriftlicher Befund mit klinischer Einordnung und Empfehlungen für das weitere Vorgehen.

Die klinisch-psychologische Diagnostik ist eine berufsrechtlich definierte Leistung nach österreichischem Psychologengesetz. Sie ist Abklärung und Einordnung, keine Behandlung.

Wann eine klinisch-psychologische Diagnostik sinnvoll ist

Eine Diagnostik ist passend, wenn

  • ein konkreter Verdacht auf eine depressive Störung besteht und eine strukturierte Abklärung gewünscht ist
  • Angst- oder Panik-Symptomatik wiederholt auftritt und differentialdiagnostisch eingeordnet werden soll
  • Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen den Alltag beeinträchtigen
  • nach einer belastenden Lebenssituation oder einem traumatischen Ereignis eine Belastungs- oder Anpassungsstörung abgeklärt werden soll
  • körperliche Beschwerden vorliegen, für die keine ausreichende organische Erklärung gefunden wurde (somatoformer Bereich) – nach ärztlicher Abklärung
  • bei komplexem Beschwerdebild eine Differentialdiagnostik zwischen verschiedenen psychischen Störungen oder zwischen psychischen und somatischen Ursachen erforderlich ist
  • vor einer therapeutischen Indikationsstellung eine strukturierte Bestandsaufnahme gewünscht ist

Die Indikation klären wir telefonisch im Rahmen der Terminvereinbarung. Wenn eine andere Diagnostik-Form passender ist – etwa Persönlichkeitsdiagnostik, neuropsychologische Diagnostik oder ADHS-Diagnostik – sage ich das offen.

Was untersucht wird

Erfasst werden die klinisch relevanten Symptomdimensionen, die zur Fragestellung passen:

  • Depressive Symptomatik – Stimmung, Antrieb, Interessen, Schlaf, Appetit, Konzentration, Suizidalität (wenn indiziert)
  • Angst- und Panik-Symptomatik – Auftrittsmuster, körperliche Begleitsymptome, Vermeidungsverhalten, situative und phobische Komponenten
  • Zwangssymptomatik – Zwangsgedanken und Zwangshandlungen, Beeinträchtigung im Alltag
  • Belastungs- und Traumafolgereaktionen – Wiedererleben, Vermeidung, Übererregung, dissoziative Komponenten
  • Somatoforme Symptomatik – körperliche Beschwerden ohne hinreichende organische Erklärung, gesundheitsbezogene Sorgen
  • Begleitende kognitive und Persönlichkeits-Faktoren – soweit diagnostisch relevant; bei Bedarf Querverweis auf Persönlichkeitsdiagnostik oder neuropsychologische Diagnostik

Eingesetzt werden international etablierte und normierte Verfahren: strukturierte klinische Interviews nach ICD/DSM, standardisierte Selbstbericht-Verfahren, klinische Beobachtung sowie computerbasierte Diagnostik. Die konkrete Auswahl richtet sich nach Ihrer Fragestellung und Ihrer Vorgeschichte. Scope: ausschließlich Erwachsenenbereich.

Ablauf

Die Diagnostik ist als ein Termin angelegt – 1 bis maximal 2 Stunden, je nach Fragestellung. Kein vorgeschaltetes Erstgespräch, keine zweite Sitzung zur Befundbesprechung.

  1. Telefonische Indikationsklärung – im Rahmen der Terminvereinbarung. Was ist die Fragestellung, gibt es Vorbefunde, welche Unterlagen helfen.
  2. Diagnostik-Termin in der Praxis – Anamnese, strukturiertes Interview, testpsychologische Untersuchung, klinische Einschätzung in einer Sitzung.
  3. Schriftlicher Befund – wird im Anschluss erstellt und zugesandt. Rückfragen können telefonisch geklärt werden.

Dieses one-shot-Format hebt sich von Praxen mit Mehrtermin-Modell ab und ist für Patientinnen und Patienten, die aus Innsbruck, Linz oder über Tirol hinaus anreisen, die spürbar bessere Logistik.

Was Sie als Ergebnis erhalten

Ein schriftlicher Befund mit:

  • Anamnese und Fragestellung
  • Übersicht der Untersuchungsbereiche und eingesetzten Verfahren
  • klinischer Einordnung gemäß ICD-10/11
  • differentialdiagnostischer Bewertung, wo relevant
  • Empfehlungen für das weitere Vorgehen (z.B. fachärztliche Vorstellung, Psychotherapie-Indikation, weitere Diagnostik)

Eine klinisch-psychologische Diagnostik liefert Befunde und klinische Einordnungen – keine Diagnosen mit absoluter Sicherheit und keine Behandlungsentscheidungen ohne ärztliche oder therapeutische Einbindung. Die abschließende therapeutische oder pharmakologische Entscheidung erfolgt in Zusammenarbeit mit den ärztlich oder psychotherapeutisch behandelnden Personen.

Abgrenzung zur Psychotherapie

Klinisch-psychologische Diagnostik und Psychotherapie sind in Österreich getrennte Berufsfelder. Ich bin Klinischer und Gesundheitspsychologe – ich diagnostiziere und ordne ein, ich biete aber keine Psychotherapie an. Die Diagnostik kann eine Grundlage für eine spätere Psychotherapie-Entscheidung sein, ersetzt sie aber nicht.

Kosten

Honorartarif als Wahlpsychologe für Diagnostik: € 225 pro Stunde Diagnostik-Sitzungszeit. Auswertung und Befunderstellung sind im Honorar einkalkuliert. Details und Erstattungsmodalitäten durch österreichische Krankenkassen auf Kosten und Ablauf.

Nächster Schritt

Termine ausschließlich nach Vereinbarung – telefonisch oder über das Kontaktformular. Die Indikation klären wir telefonisch. Bitte bringen Sie – falls vorhanden – Vorbefunde aus früheren Untersuchungen sowie eine Liste der aktuell verordneten Medikamente mit.